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KundengeschichtenStiftung für Betagte Münsingen

Stimmen aus dem Pflegealltag

Worte finden.
Den Kopf
freibekommen.

Eine Beobachtung festhalten, bevor der nächste Moment die Aufmerksamkeit verlangt. In Münsingen berichten Mitarbeitende, wie Spracheingabe und Reformulierung ihren Alltag verändern.

Stiftung für Betagte MünsingenErfahrungen mit careCoach und adamcares

Im Alltag angekommen

Festhalten, was gerade wichtig ist.

Eine Beobachtung ist klar. Die passende Formulierung manchmal noch nicht. In der Stiftung für Betagte Münsingen nutzen Mitarbeitende zwei Funktionen in careCoach, die genau hier ansetzen: Sie sprechen Beobachtungen mobil ein oder lassen bereits geschriebene Einträge am Computer sprachlich überarbeiten.

Bei der Spracheingabe bleibt es nicht bei einer Aufnahme. Aus dem Gesprochenen entsteht ein professionell reformulierter Pflegetext. Am Computer hilft der Reformulierungsassistent, einen bestehenden Text zu überarbeiten. Beide Wege bleiben Teil der vertrauten Pflegedokumentation.

Der Erfahrungsbericht der Stiftung beschreibt, wie diese Möglichkeiten im Arbeitsalltag ankommen. Im Mittelpunkt steht nicht eine neue Aufgabe, sondern eine andere Art, eine bestehende zu erledigen: Beobachtungen zeitnäher festzuhalten und beim Formulieren Unterstützung zu erhalten.

Mobil

Die Beobachtung einsprechen.

Gesprochene Notizen werden zu einem strukturierten Pflegetext reformuliert.

Am Computer

Den Eintrag weiterbearbeiten.

Bereits geschriebene Texte lassen sich professionell überarbeiten.

Die Mitarbeitenden prüfen und ergänzen den Inhalt, bevor sie ihn speichern.

Wenn Worte fehlen

Nicht alles bis zum
Schichtende im Kopf behalten.

Die Stiftung beschreibt die Funktionen als spürbare Entlastung. Beobachtungen könnten früher dokumentiert werden, statt bis zum Schichtende im Gedächtnis zu bleiben. Auch die Suche nach einer geeigneten Formulierung werde leichter: Was ist passiert – und wie lässt es sich verständlich aufschreiben?

Pflegemitarbeiterin Edona Rrushi schildert diese Unterstützung besonders für Situationen in der Nacht. Wenn ihr die passenden Worte fehlen, hilft ihr die Funktion, aus einer Beobachtung einen verständlichen Eintrag zu machen.

«Wenn mir nachts manchmal die passenden Worte oder Formulierungen fehlen, hilft mir die KI dabei, meine Beobachtungen professionell, verständlich und mit guten, passenden Sätzen zu formulieren.»
Edona RrushiPflegemitarbeiterin, Stiftung für Betagte Münsingen

Abstand durch Sprache

Sachlich beschreiben.
Auch nach bewegten Momenten.

Der Bericht nennt als weiteres Beispiel einen ungeplanten Vorfall, etwa einen emotionalen Ausbruch. Auch wenn eine Situation für Mitarbeitende belastend gewesen sei, könne die sprachliche Unterstützung helfen, das Geschehene sachlich zu formulieren.

Es geht dabei um das In-Worte-Fassen einer Beobachtung. Die fachliche Einschätzung bleibt bei den Menschen, die die Situation erlebt haben und den Eintrag prüfen. Eine passende Formulierung unterstützt die Dokumentation; sie nimmt dem Team die Verantwortung für den Inhalt nicht ab.

Für das ganze Team

Mehr Zusammenhang.
Weniger Rückfragen.

Auch die Abteilungsleitungen berichten von Veränderungen. Aus ihrer Sicht sind die Einträge vollständiger, klarer strukturiert und durchgehend professionell formuliert. Rückfragen zu knappen oder unklaren Texten kämen seltener vor.

Für Nadine Wyss, Fachleiterin Betreuung & Pflege, ist besonders wichtig, dass konkrete Informationen zur Verfügung stehen. Sie helfen ihr, erbrachte Pflegeleistungen nachzuvollziehen und bei der Überprüfung der Pflegestufe einzuordnen.

«Bei der Überprüfung der Pflegestufe stehen mir nun mehr konkrete Informationen zur Verfügung, aus denen sich erbrachte Pflegeleistungen nachvollziehen und plausibilisieren lassen.»
Nadine WyssFachleiterin Betreuung & Pflege, Stiftung für Betagte Münsingen

Was sich verändert

Entlastung hat
mehr als eine Form.

Neben den Veränderungen der Textqualität berichten einige Mitarbeitende auch von Zeitersparnis – insbesondere bei längeren Einträgen. Nicht jede Person erlebt denselben Effekt. Der Münsinger Bericht erzählt von persönlichen Erfahrungen, nicht von einer einheitlichen Zahl für das ganze Team.

Für die Stiftung gehört dazu die Hoffnung, dass Entlastung bei der Dokumentation Raum für die Betreuung schafft. Zunächst verändert sich eine alltägliche Tätigkeit: weniger nach Formulierungen suchen, Beobachtungen früher festhalten und verständlichere Informationen weitergeben.

Gemeinsam weiterlernen

Neue Möglichkeiten.
Die Entscheidung bleibt beim Menschen.

Die Einführung ist für die Institution auch eine Frage der Haltung. Neue Lösungen sollen nicht nur diskutiert, sondern im Alltag erprobt werden. Dabei möchte die Stiftung die Mitarbeitenden mitnehmen und den Anschluss an die technische Entwicklung behalten.

Als nächsten Schritt beschreibt der Erfahrungsbericht einen erweiterten Ablauf: Die Pflegeperson spricht eine ganze Dokumentation in einem Zug ein. Die Informationen sollen passenden Pflegeleistungen zugeordnet werden; für erkannte ungeplante Massnahmen entstehen Vorschläge. Dieser Ablauf befindet sich in Erprobung.

Die Stiftung verbindet damit die Erwartung einer noch genaueren Dokumentation. Zugleich bleibt der nächste Schritt eine Weiterentwicklung – während Spracheingabe und Reformulierung bereits die im Bericht geschilderten Erfahrungen prägen.

Nach dem ARTISET-Publireportage-Entwurf über die Stiftung für Betagte Münsingen.

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